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Targettraining für Fortgeschrittene

Erfahre, wie du mit deinem Hund auf fortgeschrittenem Niveau trainieren kannst und neue Herausforderungen meisterst.



Beim Targettraining direkt geht es darum, dass der Hund einen Gegenstand berührt. Es gibt aber auch ein fortgeschrittenes Targettraining, bei dem der Vierbeiner an oder mit einem Gegenstand arbeitet. Wird beim Training mit einem Leitkegel (Pylone) gearbeitet, die der Hund umrundet ohne zu berühren und wird diese immer weiter weggestellt, so spricht man hier auch von einem Targettraining. Für dieses Training können alle Agility-Geräte benutzt werden. Selbst beim Überspringen einer Hürde oder auch beim Hüten von Herden können Targets eingebaut werden. Bei der Hütearbeit kann der Vierbeiner auf die entgegengesetzte Seite also weg von der Herde geschickt werden.

Hat der Hund bereits Erfahrungen beim Targettraining gesammelt, so können ihm im fortgeschrittenen Stadium sogenannte Sicht-Targets antrainiert werden. Dabei kann dem Vierbeiner beigebracht werden, sich auf einen Punkt (Laser-Pointer) oder einen Gegenstand zu fixieren ohne sich auf ihn zuzubewegen. Während des Trainings sollte immer wieder der Ort des Gegenstandes oder das Lichtsignal verändert werden. Dadurch wird der Blick des Hundes gelenkt. Meist werden damit Filmhunde gesteuert, damit ihr Blick immer auf die Kamera gerichtet ist anstatt auf den Hundetrainer.

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Wird der Blick eines Menschen als Target (Look-Target) benutzt, handelt es sich um ein noch spezielleres Targettraining. Bei dieser Aufgabe verfolgt bzw. fokussiert der Vierbeiner, worauf der Blick des Trainers gerichtet ist (ähnlich dem eines Laser-Pointer-Strahls) und läuft zu diesem Punkt. Schaut der Halter auf einen Punkt im hinteren Eck des Zimmers, so sollte der Hund dahinlaufen, um den „Strahl seines Blickes“ wieder zu erhaschen. Mit dieser Methode kann der Hund hin- und hergeschickt werden. Dieses Trainingstarget wird häufig Assistenzhunden beigebracht, damit sie ihren Halter, der meist nur noch den Kopf benutzen kann, im Alltag helfen können.

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Eines geht aus den vorangegangenen Zeilen sehr deutlich hervor, dass dem Trainer beim Targettraining keine Grenzen gesetzt sind. Es ist sehr vielseitig und macht beiden Parteien sehr viel Spaß. Das „Sitz“ kann als ein Gesäß-Target oder ein „Schäm Dich“ als Nasenrücken-Pfoten-Target bezeichnet werden. Es spielt natürlich schon eine Rolle, welches Target du verwendest, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Es gibt für das Targettraining, auch spezielle Produkte zu erwerben. Ein Übungstarget kann dabei ein Masseigel sein, der gerade beim Bodentarget die Koordination, die Muskeln und die Balance trainieren. Welche bekannten Targets gibt es überhaupt?

  • Kinn-Target (Ziel mit dem Kinn berühren)
  • Nasen-Target (Zielobjekt mit der Nase berühren)
  • Pfoten-Target (…mit der Pfote berühren)
  • Sicht-Targets

Hier noch einige erweiterte Targets:

  • Schulter- oder Oberschenkel-Target
  • Stirn-, Nasenrücken-, Wangen-Target (Ziel mit den genannten Körperteilen zu berühren)
  • Po-Target (mit dem Hinterteil das Ziel berühren)
  • Oberschenkel- oder Schulter-Target

Alles in Allem sind beim Targettraining keine Grenzen gesetzt. Jedes Target ist individuell ausbaufähig und lässt das Hunde- sowie Halterherz höherschlagen. Außerdem schweißt die Zeit, die gemeinsam verbracht wird, eng zusammen. Umgangssprachlich wird dies „Quality-Time“ genannt.


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