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Welpe
8. November 2018
Coursing - die Sportart für Windhunde
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Wolfskralle bei Hunden

Wolfskralle bei Hunden

Wolfskralle bei Hunden

Die Wolfskralle, auch Afterkralle oder Afterzehe genannt, ist eine Zehe an den Hinterläufen, die keinen Bodenkontakt hat.


Verglichen mit der menschlichen Anatomie entspricht sie der Großen Zehe.

Während alle Hunderassen an den Vorderläufen je 5 Zehen haben, sind an den Hinterpfoten normalerweise nur 4 Zehen vorhanden. Es kommt aber auch vor, dass hinten noch eine 5. oder gar 6. Zehe (doppelte Wolfskralle) entweder an nur einem Fuß oder an beiden Hinterläufen vorhanden ist. Die Wolfskralle befindet sich an der Innenseite des Hinterlaufes in relativ großem Abstand zu den anderen Zehen. Die Afterkralle hat beim Laufen keinen Bodenkontakt. Häufig ist die Wolfskralle keine voll ausgebildete Kralle, sondern befindet sich in verkümmerten Zustand. Trotz des Namens Wolfskralle ist diese Zehe bei Hund kein Erbe der Wölfe. Bei den Wölfen gibt es eine solche Afterzehe nicht.

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Wolfskrallen können bei allen Hunderassen auftreten, sind jedoch bei kleinen Hunderassen seltener. Große Hunderassen wie Bernhardiner oder Mastiff sind häufiger betroffen. Bei machen Rassen, wie beispielsweise Berger de Brie sind die Wolfskrallen, teilweise doppelt vorhanden, vom FCI-Standard verlangt.

Manche Züchter sind der Meinung, dass das Verletzungsrisiko an der Afterkralle zu hoch ist und entfernen diese wenige Tage nach der Geburt des Welpen. Nach der Neufassung im Tierschutzgesetz (1998) ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen jedoch verboten. Nur in Fällen, in denen diese zusätzliche Kralle zu Verletzungen führt, darf sie entfernt werden. Vorher durften diese Amputationen in der Hundezucht bei bis zu 3 Tage alten Welpen ohne Narkose vorgenommen werden.


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