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Erste Hilfe beim Hund wenn eine Vergiftung vorliegt.

Wie bringst du deinen Hund bei einer Vergiftung zum Erbrechen?


Zum Erbrechen bringen wir unseren Hund nicht zum Spaß, sondern wenn er sich an einer giftigen Substanz gelabt hat. Einige Lebensmittel in deinem Haushalt können für deinen vierbeinigen Freundsehr gefährlich bzw. sogar lebensbedrohlich sein.

Ein erster Schritt, um das Gift aus seinem Körper zu beseitigen, wäre ihn zum Erbrechen zu bringen. Dabei musst du wissen, wie du deinen Vierbeiner zum Übergeben bringen kannst. Dafür gibt es bestimmte Richtlinien, die du dabei beachten solltest. Aber zuallererst stelle fest, was dein Hund gefressen oder verschluckt hat.


Folgende Stoffe sollten sofort zum Erbrechen gebracht werden:

  • Schokolade
  • Weintrauben
  • Frostschutzmittel (Giftnotzentrale)
  • Paracetamol od. Aspirin
  • Giftige Pflanzen (z.B. Narzissen usw.)
  • Putzmittel
  • Rattengift/Giftköder usw.

Bist du dir sicher, um was es sich bei dem Verschluckten handelt, so bringe deinen Hund zu einem Platz, wo du das Erbrochene gut beseitigen bzw. einsammeln kannst, damit du es dem Tierarzt zeigen kannst. Falls dein Liebling sehr schwach auf den Beinen ist, so trage ihn bitte. Nun gib ihm eine Kleinigkeit zum Fressen. Das klingt etwas suspekt, aber dadurch förderst du seinen Brechreiz. Nassfutter oder auch ein trockenes Stück Brot sind dafür eine gute Wahl.


Als nächstes rufe sofort die Giftnotzentrale oder deinen Tierarzt an.


Dabei solltest du folgende Angaben machen können:

  • Was dein Hund gefressen hat
  • Genaue Schilderung der Symptome
  • Alter und Größe des Hundes
  • Zeitpunkt der Einnahme der giftigen Substanz

Hier ein paar hilfreiche Kontakt-Informationen:


Berlin: Giftnotruf Berlin

Telefon: 030/19240

Berliner Betrieb für Zentrale gesundheitliche AufgabenInstitut für Toxikologie-Klinische Toxikologie und Giftnotruf Berlin
Oranienburger Straße 285
13437 Berlin


Bonn: Informationszentrale gegen Vergiftungen

Telefon: 0228/19240 und 0228/28733211

Zentrum für Kinderheilkunde, Universitätsklinikum Bonn
Adenauerallee 119
53113 Bonn


Erfurt: Giftinformationszentrum

Telefon: 0361/730730

Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, c/o HELIOS Klinikum Erfurt
Nordhäuser Straße 74

99089 Erfurt


Freiburg: Vergiftungs-Informations-Zentrale

Telefon: 0761/19240

Hugstetter Strasse 49
79106 Freiburg


Göttingen: Giftinformationszentrum-Nord

Telefon: 0551/19240

Georg-August-Universität – Bereich Humanmedizin, Beratung durch ein Ärzteteam aus den Bereichen Innere Medizin, Arbeitsmedizin, Psychiatrie/Suchtforschung, Pharmakologie/Toxikologie, public health, unterstützt durch zwei Chemiker
Robert-Koch-Straße 40

37075 Göttingen


Homburg/Saar: Informations- und Beratungszentrum

Telefon: 06841/19240

Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Gebäude 9
Kirrberger Straße

66421 Homburg/Saar


Mainz: Giftinformationszentrum Rheinland-Pfalz/Hessen

Telefon: 06131/19240 und 06131/232466

Johannes-Gutenberg-Universität, II. Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinische Toxikologie
Langenbeckstraße 1

55131 Mainz


München: Giftnotruf und Abteilung für Klinische Toxikologie

Telefon: 089/19240

Medizinische Klinik rechts der Isar der Technischen Universität München
Ismaninger Straße 22

81675 München


 


Lösung, um bei deinem Hund einen Brechreiz auszulösen

Bekommst du von der Giftnotzentrale das „Go“, dass du deinen Hund zum Erbrechen bringen solltest, werden sie dich zur nächstgelegenen Apotheke schicken. Dort bekommst du eine bestimmte Lösung (z.B. Wasserstoffperoxid bei Hunden), mit dem du bei deinem Vierbeiner einen Brechreiz hervorrufen kannst.


Beachte dabei immer die Mengenangabe und benutze einen Messlöffel,
um die korrekte Menge Wasserstoffperoxid deinem Hund reichen zu können.

Die abgemessene Lösung gibt man mit einer Pipette ganz hinten auf die Zunge des Hundes.
Bitte die Lösung nicht mit Wasser oder Fressen vermischen.


Hat er die Lösung verabreicht bekommen, so lasse ihn ein wenig umherlaufen, wenn er mag. Falls er dafür zu schwach sein sollte, so streichele seinen Bauch und bewege ihn leicht hin und her. Normal erbrechen die Hunde innerhalb einiger Minuten nach der Gabe von Wasserstoffperoxid. Falls die Dosis zu gering sein sollte und er nach mindestens 10 Minuten noch nicht erbrochen hat, verabreiche nochmals die gleiche Dosis.

Falls dies immer noch nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, so wende dich bitte dringend an deinen Tierarzt. Dieser wird entscheiden, ob du ihm nochmals Wasserstoffperoxid einflößen sollst. Danach fahre bitte zum Tierarzt, da er wahrscheinlich ein stärkeres Mittel zum Erbrechen benötigt bzw. lasse deinen Hund auf jeden Fall ärztlich untersuchen.