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Papiere für den Hund

Warum braucht ein Hund Papiere?


Für was benötige ich denn Papiere, wenn ich nur einen Familienhund halten möchte. Hunde mit Papieren sind doch sowieso viel teurer. Genau so oder ähnlich denken viele Neu-Hundebesitzer. Mit den Hundepapieren erfährst du allerdings sehr viel mehr über deinen Hund als du denkst. Du wirst Aufzeichnungen finden, wer seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern waren. Gab es in seiner Familie Erbkrankheiten bzw. Krankheiten und welche.


Papiere enthalten folgende Daten:

  • Vom VDH erstellte Ahnentafeln – Stammbäume
  • Auflagen für den Züchter (z.B. Seminare)
  • Vorgeschriebene Tierärztliche Untersuchungen
  • Enthält Wesenstests
  • Seufztauglichkeit
  • Blutuntersuchungen

Papiere für einen Hund erhält ein Hundebesitzer nicht einfach so. Da steckt viel mehr dahinter als zwei Hunden ihren Spaß zu lassen, um nach ein paar Wochen kleine Welpen an den Mann zu bringen. Wenn du einen Hund erwerben willst, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen der Kauf beim Züchter (+Papiere), Kauf von einer Privatperson (ohne Zuchtgenehmigung), die heimliche Einfuhr von einem Hundewelpen aus dem Ausland oder der Wühltischwelpe.

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Hundekauf bei einem Züchter mit Hundepapiere

Kaufst du einen Hund von einem Züchter, so kannst du dir gewiss sein, dass dein Hund reinrassig und gesund ist. Die Züchter haben einige Auflagen zu erfüllen. Sie sind registriert, ein Stammbaum des Welpen ist vorhanden und Hunde mit Erbkrankheiten (z.B. Hüftgelenksdysplasie, Herz- und Augenfehler usw.) sind nicht als Zuchthunde zugelassen. Züchter gehören in der Regel einem Zuchtverein an, der seine Mitglieder regelmäßig kontrolliert und den Wurf freigibt. Kleinere Zuchtfehler sind meist nicht dramatisch. Diese Welpen werden normalerweise etwas günstiger verkauft und die Käufer über die Makel aufgeklärt.

Ein guter Züchter zeichnet sich durch seine Transparenz aus. Diesen können Sie auf Nachfrage jederzeit besuchen, um sich über die Zustände vor Ort ein Bild zu machen. Außerdem erhältst du beim Kauf eines Welpen vollständige Hundepapiere. Diese enthalten einen Stammbaum, ein Gesundheitszeugnis und einen Abnahmebericht des Zuchtwartes. Wissenswert hierzu sei gesagt, dass Hunde mit Papiere meist einiges kosten. Die Arbeit eines Züchters möchte auch bezahlt werden. Zur Zucht sind nicht alle Hunderassen erlaubt.


Wühltischwelpen ohne Papiere

Hast du schon mal etwas von einem Wühltischwelpen gehört? Diese Tiere werden wild gezüchtet. Es sind keine Papiere vorhanden und die Übergabe findet an einem öffentlichen Platz statt ohne Besichtigung des Hundezwingers bzw. des häuslichen Bereiches des Verkäufers. Diese Tiere werden oftmals unter widrigen Umständen gehalten, sind meist nicht reinrassig, oftmals vom eigentlichen Besitzer gestohlen und werden mit viel Geld verschachert. Ihre Unterbringung erfolgt unter den schlimmsten Bedingungen und die Welpen werden wie am Laufband produziert. Man(n) will ja daran verdienen.

Wühltischwelpen lassen sich wie am Laufband durch die unter übelsten Bedingungen gehaltenen Hündinnen produzieren. Ärztliche Überwachung oder Kontrollen sind hier Fehlanzeige. Oftmals zu früh vom Muttertier entrissen, unterernährt und krank findet die Übergabe an den neuen Hundebesitzer statt. Eine Säuberung des kleinen Welpen erfolgt kurz vor der Übergabe, denn er soll ja so süß wie möglich aussehen, damit der Preis passend verhandelt werden kann. Die kleinen Vierbeiner sind oftmals verstört. Diese Art von Zucht muss boykottiert werden, damit das Leid der Hündinnen ein Ende hat. Die Muttertiere hält man unter lebensunwürdigen Zuständen.


Welpen ohne Hundepapiere von Privatpersonen

Zwischen einem Hund mit Papieren und einem Wühltischwelpen gibt es noch etwas dazwischen. Nämlich einen kleinen süßen Welpen ohne Papiere, aber gezüchtet von einer liebevollen Privatperson. Die kleinen Vierbeiner besitzen keinen Stammbaum und ihr Herrchen gehört keinem Zuchtverein an. Meist verfügen diese Privatpersonen über ein umfassendes Wissen, was ihren Nachwuchs angeht.

Achte bitte auch hier darauf, ob diese Person transparent ist. Sie wird dich über ihre Hunde und ihre Eigenschaften ausführlich aufklären können. Außerdem wirst du bei der Übergabe von ihm über den erworbenen Welpen einen Impfpass und einen Gesundheitsnachweis erhalten. Der Kauf wird in Form eines Kaufvertrages geschlossen und der Verkäufer wird sich das neue Zuhause seines Schützlings vor Abschluss des Vertrages anschauen.

Private Züchter lassen dich wissen, wie sie zu ihrem Hobby (Zucht) gekommen sind und ein erstes Kennenlernen in Form eines gemeinsamen Spaziergangs mit dem evtl. zu erwerbenden kleinen Hundes werden vermittelt. Dabei steht die Möglichkeit im Vordergrund, den kleinen Familiennachwuchs spielerisch etwas näher kennenzulernen.


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