Grönlandhund - Hunderasse
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Louisiana Catahoula Leopard Dog

Louisiana Catahoula Leopard Dog

Rasseportrait Louisiana Catahoula Leopard Dog


Der energiegeladene Arbeitshund benötigt dringend Beschäftigung und Auslastung.

Diese Hunderasse erfreut sich in seiner Heimat der USA einer größeren Fangemeinde. In Europa trifft man diese Hunde eher selten an. Diese Vierbeiner eignen sich nicht als Begleithunde. Sie sind die geborenen Arbeitshunde. Es handelt sich um einen kräftigen Hund, der bereits auf den ersten Blick aufgrund seines sportlichen Aussehens auffällt.

Der getupfte Leoparden-Look zeichnet nicht jeden Hund dieser Rasse aus, sondern der Name Louisiana Catahoula Leopard Dog bezeichnet eher die vielfältige Farbenauswahl dieser Rasse. Gemäß Standard sind alle Fellgrundfarben außer Weiß erlaubt. Ebenso zulässig sind gestromt, Merle und gescheckt. Weiß gescheckt ist erlaubt, allerdings darf der Weißanteil nicht mehr wie 70 % des Felles betragen. Es sind sämtliche Augenfarben auch verschiedenfarbige erlaubt.

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Um den Ursprung der Catahoula ranken sich viele Geschichten. Zum einen soll der Ursprung bei den amerikanischen Hunden den Molossern und Greyhounds liegen und zum anderen sollen die Vierbeiner mit den französischen Beaucerons gekreuzt worden sein. Die dritte Version besagt, dass diese Hunderasse von den Rotwölfen abstammt. Diese Variante wurde jedoch durch einen DNA-Test widerlegt.

Der Name Catahoula stammt von dem Indianervolk der Choktaw ab. Diese lebten auf dem heutigen Gebiet der Bundesstaaten Mississippi, Louisiana und Alabama. Die Hunde halfen bei der Jagd und der Farmerarbeit. Sie trieben die Rinderherden zusammen. Erst im 20. Jahrhundert wurde diese Rasse als eigenständige Rasse vom United Kennel Club (UKC) anerkannt. Vom Dachverband FCI läuft bis heute ein Anerkennungsverfahren eingeleitet vom American Kennel Club.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Der Catahoula wird in den USA immer noch als Arbeitshund gezüchtet. Er ist selbstbewusst, ausdauernd, klug, mutig, arbeitet selbstständig und neigt Rüden gegenüber zur Dominanz. Die Vierbeiner sollten ausgelastet werden, weil sie sich sonst eine eigene Beschäftigung suchen werden und dies nicht immer zur Freude des Halters.

Die Hunde lieben ihre Familie und bewachen sie auch. Kindern gegenüber sind sie lieb und fürsorglich. Fremden gegenüber benehmen sie sich mitunter sehr unterschiedlich. Einige sind sehr distanziert und andere gehen auf Fremde sehr aufgeschlossen zu. Für die Erziehung eines Catahoula braucht es einiges an Hundeerfahrung. Sie benötigen eine liebevolle Konsequenz und eine enge Bindung zum Halter, damit sich die Hunde auch führen lassen.

Besitzer eines Catahoula sollten bereits vom Welpenalter an eine Hundeschule besuchen. Dies fördert frühzeitig eine Sozialisierung mit anderen Vierbeinern. Wird der Kontakt mit Artgenossen versäumt, so könnte sich der Umgang mit Artgenossen schwierig gestalten. Achtet bitte auf die Einhaltung von Ruhepausen bei den quirligen Arbeitshunden, damit sie lernen sich zu entspannen.

Den Catahoula als Begleithund anzuschaffen, ist ein großer Fehler außer der Besitzer ist Jäger oder arbeitet mit ihm als Spürhund beider Polizei. Die Vierbeiner eignen sich nicht für ein Stadtleben. Ein Haus mit großen Garten sind hierbei von Vorteil, vorausgesetzt der Garten ist sicher eingezäunt. Aufgrund seines Jagdinstinktes wird er ansonsten bei Witterung jeglicher Kleintiere ausbüxen. Die Haltung von Kleintieren zusammen mit einem Catahoula gestaltet sich sehr schwierig, weil er in diesen eher eine Beute wittert. Mit Kindern darf der Hund nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.


Auslauf:

Der Catahoula gehört zu den eifrigen und energiegeladenen Vierbeinern. Sie sind es gewohnt als Arbeitshunde für das Treiben von Rinderherden oder als Jagdhund eingesetzt zu werden. Hierbei können sie ihre Selbstständigkeit und ihr Mitdenken erfolgreich einsetzen, da sie Beschäftigung jeglicher Art lieben. Gerade als Rettungs-, Leichenspür- oder Fährtenhund können diese Vierbeiner hervorragende Dienste leisten.

Für Hundesport lassen sie sich ebenso begeistern. Gerade an Mantrailing nehmen sie leidenschaftlich teil. Agility schätzen sie auch, aber diese Sportart zählt nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Die Vierbeiner lieben ausgiebige Spaziergänge bei Wind und Wetter. Eine Hundeschutzausbildung eignet sich nur bedingt, da diese Hunde von Haus aus ihre Menschen beschützen und diese Schärfe sollte nicht weiter ausgebaut werden. Die Catahoula benötigen täglich ihre Ruhepausen, damit sie nicht zu agil und überdreht werden.


Pflege:

Die Pflege dieser Hunde reduziert sich auf gelegentliches Bürsten des Felles. Im Fellwechsel sollte dies öfters durchgeführt werden, um abgestorbene Haare zu entfernen. Die Hunde sollten nur gebadet werden, wenn der Schmutz tatsächlich nicht durchs Bürsten entfernt werden kann.

Fiel die Entscheidung auf die Anschaffung eines Catahoula, dann muss sich vorher über die gesundheitlichen Schwachstellen dieser Vierbeiner eingehend erkundigt werden. Ein Stichwort dafür lautet: Merle-Gen. Letzteres kann im schlimmsten Falle zu einer ein- oder zweiseitigen Taubheit führen. Dazu sollte ein BAER-Test (Hörtest) durchgeführt werden, um sämtliche Zweifel ausräumen zu lassen. Lassen Sie sich dazu von dem Züchter ausführlich aufklären. Gerade die Prophylaxe ist in diesem Falle sehr wichtig.


Louisiana Catahoula Leopard Dog:

  • Gewicht: 22,5 – 43 kg
  • Rückenlänge: 65 – 75 cm
  • Widerristhöhe: 55 – 65 cm
  • Herkunftsland: Vereinigte Staaten
  • Lebenserwartung: 10 – 14 Jahre
  • Pflegeaufwand: normal
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Besonderheiten: Arbeitshund, Bekannt fürs für Merle-Gen, kein Begleithund

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