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Rasseportrait Pyrenäenberghund


Der erhabene Pyrenäenberghund besitzt eine starke Persönlichkeit, der nur ein autoritärer Hundebesitzer Herr werden kann.

Ab dem Bronzezeitalter ca. 1800 bis 1000 v. Christus wurden Fossilien von Hunden, die dem Pyrenäenberghund ähnlich sehen, aufgefunden. Die Vierbeiner lebten abgeschieden mit ihren Hirten in den Pyrenäen und dienten diesen als Herdenschutzhund. Dort erhielten sie ihren Spitznamen Patou.

Ab Beginn des Mittelalters erlangten die edlen, weißen Hunde aufgrund ihres einmaligen Charakters einen gewissen Bekanntheitsgrad. Das Nordtor des französischen Carcassonne ist mit einem Abdruck des Pyrenäenberghundes aus dem 12. Jahrhundert geschmückt (Quelle-Great Pyrenees Club of America). Ungefähr zweihundert Jahre später geht aus französischen Schriften hervor, dass die „Hunde der Berge, als menschliche Wächter der Burg von Lourdes beschrieben wurden.

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Von König Ludwig XIV. wurde im Jahre 1675 der Pyrenäenberghund zum königlichen Hund Frankreichs verfügt. Damit erlangten die Hunde eine enorme Popularität und Nachfrage für diese besondere Hunderasse in Frankreich und über deren Grenzen hinaus. Selbst die englische Königin Victoria hielt sich einen Pyrenäenberghund.

Es ist noch gar nicht so lange her, so fanden die phantastischen Hunde ihren Einsatz als Austräger für Milch oder sie zogen kleinere Gespanne (Wägen). Außerdem gehören sie bis heute zu den Herdenschutz-, Schlitten-, Lasten und Familienhunden. Bereits bei der ersten Hundeausstellung im Jahre 1863 in Frankreich wurde eine eigene Klasse für den Chien de Montagne des Pyrénées eingerichtet. Im Jahre 1907 erstellte man in Frankreich einen ersten Standard.

Während der Zeit der beiden Weltkriege und der damit verbundenen Hungersnot erlangte die Zucht dieser Rasse einen Tiefpunkt. Im Jahre 1955 kam es zur offiziellen Anerkennung durch den FCI (Fédération CynologiqueInternatione). In Deutschland erfolgt die Betreuung dieser Rasse durch den Klub für Ungarische Hirtenhunde, die auch schon die artverwandten Rassen des Kuvasz und des Bergamasker betreut.

Der Pyrenäenberghund besitzt ein mittellanges, dichtes und leicht gewelltes Fell. Die Hunde wirken weder plump noch korpulent. Im offiziellen Standard lautet die Fellbeschreibung: Weiß oder Weiß mit grauen (dachsfarbenen oder wolfsgrauen), blassgelben oder orangefarbenen (rostigen) Flecken an Kopf, Ohren und Rutenansatz, manchmal auch auf dem Körper. Die braunen Augen und die schwarze Nase erhalten durch die dreieckig nach unten geklappten Ohren einen schönen Rahmen. Die Rute ist buschig und lang.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Ein Pyrenäenberghund wurde als Hütehund für die Schafe in den Bergtälern gezüchtet. Er war es gewohnt, seiner Arbeit selbstständig und unabhängig nachzugehen. Am besten kann man diesen tollen Vierbeiner wie folgt beschreiben:

  • Ruhig
  • Anhänglich
  • Zuverlässig
  • Gutmütig
  • Stets Verteidigungsbereit seiner Familie gegenüber
  • Ausgeprägter Beschützerinstinkt
  • Neigt zum Bellen
  • Starker Charakter mit ausgeprägtem eigenen Kopf usw.



Die Vierbeiner sind sehr anhänglich ihrer Familie gegenüber. Allerdings sollten Kinder wissen, wie sie sich gegenüber einem Hund benehmen müssen. Der Pyri wird seine Familie und sein Revier jederzeit beschützen. Es liegt ihm nämlich im Blut, seine territorialen Ansprüche zu verteildigen.

Äußerlich wirken die Vierbeiner ruhig und aufgrund seines Felles kuschelig wie ein Teddy. Aber Achtung! Sie haben einen eigenen, starken Charakter und legen selbst fest, wie sie sich gerade benehmen müssen bzw. sich die anderen zu benehmen haben. Diese tief verwurzelten Gedanken wurden über die Jahrhunderte, in der die Vierbeiner selbstständig als Wächter ihre Herde verteidigten, geprägt. Sie arbeiteten ohne einen Hirten und das sehr zuverlässig.

Daher ist es unabdingbar, dass der Pyrenäenberghund einen autoritären Hundehalter benötigt, der entsprechende Hundeerfahrung mitbringt. In erster Linie zählt dieser Hund nicht zu den Familienhunden, aber mit einem entsprechenden fachkundigen Hundebesitzer kann er zu einem werden.


Auslauf:

Der Pyrenäenberghund ist seinem Wesen nach ein Herdenschutzhund. Die Vierbeiner können das ganze Jahr im Freien verbringen, vorausgesetzt es ist eine geeignete Unterkunft vorhanden. Allerdings spreche ich hier nicht von einem Zwinger oder das die Hunde an einer Kette angeleint sind! Die Hunde sind sehr sensibel und feinfühlig und brauchen die Nähe zu ihrer Familie. Die Vierbeiner sind am besten auf dem Land aufgehoben. Ein großes eingezäuntes Grundstück wäre für die Hunde eher passend, als in einer kleinen Stadtwohnung eingepfercht zu sein.

Im eigenen Garten können die Hund nach Lust und Laune spielen und toben. Aber Vorsicht!! Auf keinen Fall darf sich der Pyrenäenberghund unbeaufsichtigt im Garten aufhalten. Der Berghund ist ein ausgezeichneter Springer und Kletterer. Daher muss der Zaun absolut ausbruchsicher sein.


Pflege:

Das Fell eines Pyrenäenberghund benötigt wenig Pflege, da das Deckhaar nicht verfilzt Daher reicht ein regelmäßiges Bürsten oder Kämmen. Während des zweimaligen Fellwechsels im Jahr darf mehr gebürstet werden, denn dadurch lassen sich die herumfliegenden Haare im Zaum halten.

Rassetypische Krankheiten sind nicht dokumentiert und die Vierbeiner erfreuen sich einer robusten Gesundheit. Während des Wachstums sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden, da in dieser Zeit besondere Ansprüche bestehen. Ansonsten mögen die Vierbeiner gern Fleischknochen, an denen sie nagen können.


Pyrenäenberghund:

  • Gewicht: 38 – 50 kg
  • Widerristhöhe: 55 – 70 cm
  • Herkunftsland: Bergwelt der Pyrenäen
  • Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Besonderheiten: nicht für Hundeanfänger geeignet, kein Familienhund

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