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Rasseportrait Lhasa Apso


Der eigensinnige und emphatische LhasaApso kann sich Dinge herausnehmen, die eigentlich eher seinem Besitzer zustehen.

Der Lhasa Apso ist eine alte tibetische Hunderasse. Vor mehr als zweitausend Jahren lebten die Hunde in den Klöstern des Hochlandes von Tibet und in Nordindien. Die tibetischen Mönche verstanden den Hund als Glücksbringer und brachten im sehr viel Respekt entgegen. Für die Bauern und auch Nomaden war der kleine Hund ein Arbeitshund, denn er bewachte Hof und Zelte und half beim Hüten des Viehs. Selbst kleines Ungeziefer bekämpfte der Apso erfolgreich. Gerade in den langen Wintern kam ihm sein langes und dichtes Fell entgegen. Gerade sein dichtes Unterfell wurde von den Tibetern, die daraus Wolle für ihre Kleidung herstellten, heiß begehrt.

Die Hunde besitzen einen langgestreckten Körper auf sehr kurzen Beinen. Sein Gang ist schnell. Das Deckhaar ist dicht, lang und schwer. Es fällt gerade und nicht lockig. Der Standard lehnt Extremzuchten mit sehr langem Haar, aus welchem die Hunde kaum durchschauen können, ab. Das Fell soll die Bewegung und die Sehfähigkeit vielmehr nicht einschränken. Die Farben des Felles sind Sandfarben, Gold, Honigfarben, Schieferfarben, Rauchgrau, Zweifarbig, Weiß, Schwarz und Braun.

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Der Name des Lhasa Apso setzt sich wie folgt zusammen: Die Hauptstadt Tibets ist Lhasa. Apso bedeutet kuschelig bzw. wuschelig. Durch die Namensgebung wird nochmals der Rasse durch die Tibeter gehuldigt. Im Jahre 1901 brachten Engländer den kleinen Hund auf die britischen Inseln. Dort wurde er zu einem Rassehund gezüchtet und durch den FCI am 19.11.2960 als Rassehund anerkannt. Nach Deutschland gelangte er erst in den späten 1970iger Jahren. In Deutschland zählen die Hunde mit 50 bis 120 Welpen pro Jahr eine seltene Hunderasse.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Der Lhasa Apso ist ein freundlicher-, temperamentvoller-, Energie geladener und selbstsicherer Vierbeiner. Aufgrund seiner Intelligenz kann es schon mal vorkommen, dass er seine Kompetenzen überschreitet. Daher muss der kleine Kerl mit Konsequenz und frühzeitiger Sozialisierung erzogen werden, welches allerdings nicht mit Härte einzufordern ist.

Die Hunderasse zählt zu den Begleit- und Familienhunden und benötigt unbedingt einen Familienanschluss. Allerdings wird er immer ein wenig Eigensinn und Eigenständigkeit behalten. Der Beschreibung im Rassestandard zufolge sind die Hunde anmaßend, lebhaft, wachsam, ausgeglichen und Fremden gegenüber eher distanziert.

Der Lhasa Apso kann perfekt in einer Wohnung bzw. Großstadt gehalten werden, da er keinerlei Ansprüche stellt. Aufgrund seiner geringen Körpergröße bietet er allerlei Vorzüge. Der Transport im Flugzeug, in einem Auto oder bei der Mitnahme in ein Restaurant gestaltet sich daher komplikationslos. Allerdings mag der kleine Kerl nicht ständig getragen werden. Sein Löwenherz sollte dabei Beachtung finden, denn er wird sich nur seinem Halter unterordnen, wobei er aufgrund seiner Eigensinnigkeit bisweilen mit ihm in Konflikt geraten kann.

Freundschaften schließen die Hunde nur mit Menschen, die sich ihm als würdig erweisen. Fremden gegenüber verhalten sich die Vierbeiner distanziert bis misstrauisch. Eine Sozialisierung sollte daher bereits im Welpen-Alter erfolgen. Mit einer liebevollen und konsequenten Erziehung bekommen Sie einen Freund fürs Leben.


Auslauf:

Die Hunde zählen nicht zu den Schoßhündchen. Vielmehr sind sie sehr widerstandsfähig und lieben es bei Wind und Wetter in freier Natur zu toben. Ausgedehnte Spaziergänge sollten daher an der Tagesordnung stehen. Bei Wanderungen, beim Joggen oder gar bei der Gartenarbeit werden sie ihren Hundebesitzer gern Gesellschaft leisten. Der Lhasa Apso gilt nicht als verspielt und zählt nicht unbedingt zu den sportlichsten Kandidaten beim Hundesport.


Pflege:

Der Besitzer eines Lhasa Apso weiß, dass diese Hunderasse wegen ihrem langen Fell eine regelmäßige Fellpflege braucht. Das Fell sollte mindestens zweimal die Woche gründlich gebürstet werden. Aufgrund ihres langen Haarkleides wäre das Trimmen wichtig, damit sie sich bewegen und sehen können.


Lhasa Apso:

  • Gewicht: 5 – 8 kg
  • Rückenlänge: 35 – 45 cm
  • Widerristhöhe: 35 – 42 cm
  • Herkunftsland: Tibet
  • Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: normal
  • Bewegungsdrang: normal
  • Erziehungsaufwand: normal
  • Besonderheiten: Eigensinnig, Emphatisch, geeignet für Wohnungshaltung

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