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Shar-Pei

Rasseportrait Shar-Pei


Der reinliche und bequeme Shar-Pei benötigt keinerlei Hundesport, sondern trottet lieber gemütlich bei einem Spaziergang neben seinem Herrchen her.

Über den genauen Ursprung dieser Hunderasse liegen leider keine abschließenden Ergebnisse vor. Fakt ist jedoch, dass es den Shar-Pei bereits schon seit 2000 Jahren in China gibt. Seine blauschwarze Zunge lässt vermuten, dass die Rasse u.a. von den Chow Chows abstammt bzw. diese Rasse an der Entstehung beteiligt war. Im gleichen Atemzug werden auch der Mastiff und andere nordische Jagdhunderassen genannt.

Die Einsatzgebiete des Shar-Pei als chinesische Bauernhofrasse waren sehr vielfältig:

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Aufgrund seines gefürchteten Äußeren (sehr massig) wurden die Vierbeiner von den Engländern, die damals China besetzten, für Hundekämpfe gezüchtet und erfolgreich eingesetzt. Ansonsten war die Hunderasse außerhalb von China eher unbekannt. In der Zeit des aufkommenden Kommunismus in China zählte der Shar-Pei als unnützer Luxushund und ward nicht mehr gern gesehen. In den 1970er Jahren galt der Shar-Pei als seltenste Hunderasse der Welt und war sogar vom Aussterben bedroht. Gottseidank haben sich die Bestände etwas erholt.

Durch den Züchter Matgo Law aus Hongkong gelangten einige Exemplare in die USA, bevor Hongkong im Jahre 1997 vom Vereinigten Königreich die Unabhängigkeit erlangte und die Ausfuhr von chinesischen Hunden unterbunden wurde (Quelle: Wikipedia). Im Jahre 1991 wurden in den USA ca. 70.000 Shar-Pei registriert. Der AKC (American Kennel Club) erkannte am 01.01.1992 den Shar-Pei als eigenständige Hunderasse an.

Die ersten Shar-Pei, die in den USA ankamen, waren meist Mischlinge. Daher machten es sich die Züchter zum Ziel, den ursprünglichen Shar-Pei wieder heraus zu züchten. Allerdings übertreiben es bis heute einige Züchter damit, indem sie versuchen, die Exklusivität der Hautfalten ins schier Unermessliche zu steigern. Letzteres bedeutet für die Tiere eine ernsthafte Quälerei, da die Hautlappen die Gesundheit und die Freude an der Bewegung beeinträchtigen ! Daher Finger weg von den skrupellosen Züchtern.



Der Shar-Pei ist von mittlerer Körpergröße mit einem massigen Körperbau. Die Beine sind sehr kräftig und die Rute wird nach oben gerollt getragen. Es existieren drei verschiedene Fellarten:

  • Kurz und rau (Horsecoat)
  • Weich von ca. 3 cm Länge (Brushcoat)
  • Oder zottelig (Baercoat).

Die Farbe des Felles ist meist einheitlich (nicht weiß) und gänzlich ohne Farbzeichen. Der Kopf ist gegenüber dem Körper etwas überproportioniert und hat die charakteristischen Hautlappen, die teilweise bis zu den Schultern reichen. Die Farbe der Zunge ist denen der Chow Chows gleich: nämlich Blauschwarz.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Diese Hunderasse strahlt Ruhe und Gelassenheit aus, sofern seiner häuslichen Umgebung keinerlei Gefahr droht. Seiner ausgeprägten Wachsamkeit entgeht nämlich nichts. Der Shar-Pei wird daher selbstständig sein Haus und Hof verteidigen, um seine Familie zu verteidigen. Dieser stehen die Vierbeiner loyal gegenüber.

Allerdings besitzen sie eine Dickköpfigkeit, die man nur durch eine liebevolle und konsequente Erziehung in den Griff bekommen wird. Der Halter muss daher Durchsetzungsvermögen besitzen, ansonsten werden die Hunde ihre eigenen Regeln aufstellen. Unterordnen werden sie sich nur einem liebevollen Besitzer, der den Vierbeiner nicht mit Härte erzieht. Letzteres würde zur Sturheit des Hundes führen.

Mit anderen Hunden wird er keiner Konfrontation aus dem Weg gehen bzw. der Shar-Pei lässt sich auch sehr gern provozieren. Aufgrund seiner unbändigen Kraft und Ausdauer können sich dann die anderen Hundewarm anziehen. Daher bedeutet der Freilauf eines Hundes dieser Rasse viel Erziehungsarbeit und das vom Welpen-Alter an!

Genießt der Shar-Pei eine gute Erziehung, so sind die Vierbeiner eine Bereicherung. Sie benötigen eine feste Familienstruktur und sind nicht gern allein. Mit Kindern verstehen sie sich gut, mögen aber keine Spielstunden. Sie sind sehr geduldig und lassen sich von den kleinen, zweibeinigen Plagegeistern kaum aus der Ruhe bringen. Die Devise des Shar-Pei lautet: In der Ruhe liegt die Kraft!


Auslauf:

Der Shar-Pei zählt laut dem FCI zur Gruppe der Molosser. Bei diesem Typ von Hund handelt es sich meist um ruhige und unauffällige Vierbeiner, welche nicht sehr anspruchsvoll in der Auslastung sind. Sie lassen sich kaum für Hundesport begeistern und sind auch nicht verspielt. Diese Vierbeiner lieben ihre Ruhe und bevorzugen lieber ausgiebige Spaziergänge. Ein sportbegeisterter Hundefreund wird in diesem Vierbeiner keinen Gefährten finden.

Die Hunde eignen sich nicht für eine Außenhaltung, da es in unseren Breitengraden eher kühl ist. Sie lieben ihre Familie, sind aber meist unverträglich gegenüber Artgenossen. Bei Spaziergängen wird er sich nicht zu Hochleistungen hinreißen lassen, sondern gemütlich neben seinem Halter hertrotten. Die Vierbeiner verbringen bei schlechtem Wetter liebe ihre Zeit Zuhause und nicht an der frischen, wechselhaften Luft. Schlechtes Wetter mögen sie überhaupt nicht.

Pflege:

Bei dieser Hunderasse handelt es sich um sehr saubere und reinliche Vierbeiner. Der Pflegeaufwand hält sich daher in Grenzen. Der Schmutz lässt sich problemlos aus dem Fell klopfen bzw. löst sich meist von alleine. Die Benutzung einer Bürste reicht einmal wöchentlich aus. Allerdings muss bei überzüchteten Hunden dieser Rasse vermehrt auf deren Hautfalten geachtet werden.

Nach dem Rassestandard besitzen die Shar-Pei ihre charakteristischen Hautlappen nur am Rücken und im Gesicht. Es gibt aber einige überzüchtete Exemplare, die Hautlappen am ganzen Körper besitzen. In den sogenannten Hautlappen bilden sich Feuchtigkeitsansammlungen, in denen sich Parasiten (z.B. Milben oder Pilze) wohlfühlen. Durch die Reibung können außerdem Hauterkrankungen entstehen. Daher müssen die Hautfalten besonders gepflegt werden.


Shar-Pei:

  • Gewicht: 18 – 29 kg
  • Widerristhöhe: 46 – 56 cm
  • Herkunftsland: Volksrepublik China
  • Lebenserwartung: 11 – 14 Jahre
  • Pflegeaufwand: gering/außer die Hunde besitzen ausgeprägte Hautfalten
  • Zeitaufwand: normal
  • Bewegungsdrang: normal
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Besonderheiten: lässt sich gern von fremden Hunden provozieren

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