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Rasseportrait Puli


Der lebhafte und kinderliebe Puli benötigt eine geistige und körperliche Auslastung, um keine Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln.

Die Spekulationen gehen dahin, dass der Puli vor über 1000 Jahren von Asien durch Nomaden nach Ungarn gelangten. Im 16. Jahrhundert eroberten die Osmanen Ungarn und verboten die Zucht dieser Rasse. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich im Jahre 1867 (= Verfassungsrechtliche Vereinbarungen durch die das Kaisertum Österreich in die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn umgewandelt wurde) durfte die Zucht wieder legal betrieben werden.

Die Vierbeiner gehören zu den ältesten Hunderassen der Welt. Im Jahre 1751 wurde das erste Mal der Name Puli in der ungarischen Literatur erwähnt. Der Veterinärwissenschaftler Prof. Emil Raitsits beschrieb im Jahre 1920 die Rasse des Puli konkret und trugdamit einen maßgeblichen Anteil an der Zucht dieses ungarischen Hirtenhundes. Der erste Standard wurde 1915 in Ungarn festgelegt.

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Die arbeitssamen Pulik hüteten und trieben verschiedene Herden von Kleintieren (z.B. Schafe usw.). Heute rückt ihre Arbeit als Hütehund eher in den Hintergrund und die Hunde werden als Familienhunde gehalten. Im Jahre 1935 wurden die Pulik offiziell durch den FCI als Rasse anerkannt, aber erst später am 11.08.1954 erfolgte die endgültige Anerkennung. In Deutschland existiert seit 1989 der Rasseklub Deutscher Puli Klub.

Charakteristisch für den Puli ist sein Rasta-Look, den er gemeinsam mit dem größeren Komondor hat. In den letzten Jahren gewann der Vierbeiner immer mehr Anhänger außerhalb von Ungarn. Allerdings brauchen die Hunde als echte Naturburschen ausreichend Beschäftigung und Bewegung und das auch bei „Wind und Wetter“.

Der Blick fällt besonders auf das zottelige Fell mit seiner bodenlangen Schnürenbehaarung. Es gibt sie in den Farben Schwarz oder Weiß, wobei sich bei einem schwarzen Puli rostrote Nuancen im Fell zeigen. Außerdem sind noch Grauschattierungen und Falbfarben möglich. Die Vierbeiner weisen keine rassetypischen Erkrankungen auf.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Über diePulik (Mehrzahl von Puli) kann man sagen, was man will. Aber eines ist Fakt und zwar, dass er sehr anhänglich und loyal gegenüber seinem Halter ist. Weitere Eigenschaften dieser zotteligen Vierbeiner sind:


  • Kinderlieb
  • Misstrauisch Fremden gegenüber
  • Nicht aggressiv
  • Lebhaft
  • Intelligent
  • Temperamentvoll
  • Ausgeprägtes Selbstbewusstsein
  • Mutig
  • Treu
  • Robuste Gesundheit usw.



Alles durchweg positive Eigenschaften umschreiben den Puli. Da es sich um einen Hirtenhund handelt, wird dieser sein Rudel beschützen. Falls sich im Haushalt also Kleinkinder befinden und andere Kinder zu Besuch kommen, so sollten Sie bei evtl. Streitigkeiten den Hund im Auge behalten, denn dieser würde tatsächlich dazwischen gehen und ihr Rudelmitglied verteidigen.

Tatsächlich übernimmt der Puli gern die Führung, da kein Familienmitglied in seinen Augen dafür geeignet erscheint. Der lebhafte Hirtenhund ist sehr kinderlieb, aber vorausgesetzt Kinder behandeln ihn respektvoll. Ein Puli wird selbst mit einer Katze freundschaftlich verkehren, sofern er vom Welpen-Alter sozialisiert wurde.

Die Hunde besitzen eine robuste Gesundheit und sind selten anfällig für Krankheiten. Im Sommer sollte bei Mittagshitze vermieden werden, Gassi zugehen. Bei den Vierbeinern gibt es einige Spezies, die gern ins Wasser springen und andere, die eher wasserscheu sind. Die Pulik brauchen viel Auslauf und genauso viel Nähe zu ihrem Besitzer. Sie werden laut bellend ihr Revier verteidigen und sie verhalten sich misstrauisch Fremden ( auch fremden Tieren oder ungewohnte Situationen usw.) gegenüber.

Die Erziehung sollte durch eine liebevolle Konsequenz erfolgen und das bereits vom Welpen-Alter an. Falls der erwachsene Puli nicht auf Kommandos hört, so erfuhr er in jungen Jahren wenig Lob. Gibt es Abweichungen des Hundebesitzers von aufgestellten Regeln, so wird der Hund nur noch nach seinem Kopf handeln. Demnach bitte mit liebevoller Konsequenz den Vierbeiner erziehen und ausgiebig für ausgeführte Kommandos oder verrichtete Arbeiten loben. Allerdings hilft sämtliche Erziehung nichts, wenn ein Hund körperlich und geistig nicht ausgelastet ist! Durch Langeweile können Verhaltensauffälligkeiten auftreten.


Auslauf:

Viele Halter werden erstaunt sein, wie wendig und fidel so ein kleiner verzottelter Puli sein kann. Die Vierbeiner lieben jeglichen Hundesport (z.B. Agility usw.) und entpuppen sich als wahre Sportskanonen. Allerdings gilt ähnlich wie bei allen Hunderasse: Immer langsam mit den Vierbeinern die jeweilige Sportart beginnen und auf keinen Fall die Gelenke der kleinen Welpen durch langes Laufen oder häufiges Springen überlasten.

Die Hunde lieben lange und ausgiebige Spaziergänge und Wanderungen. Für den Einsatz als Such-, Begleit-, Therapie- und Spürhund eignen sie sich besonders gut. Die Vierbeiner bewegen sich gern im Freien, so dass ein Haus mit Garten oder ein großer Hof ihnen zum Vorteil gereicht. Selbstverständlich würden sich die Hunde dem Leben in der Stadt anpassen, aber da es sich um ein reines Naturkind handelt, wären sie dabei nicht glücklich. Unabhängig davon lässt seine Bellfreudigkeit nicht unbedingt die Herzen der Nachbarn freudig höher schlagen. Von einer Zwingerhaltung sollte abgesehen werden, da sie dringend Familienanschluss benötigen.


Pflege:

Für die Fellpflege dieser Hunderasse muss sehr viel an Zeit investiert werden. Bereits vom Welpenalter an sollte man täglich durch das gekräuselte und wellige Fell streicheln. Damit gewöhnt sich das kleine Kerlchen schon mal an die Pflege des später langen und für die Rasse charakteristischen zotteligen Felles. Das Fell darf auf keinen Fall gebürstet oder gekämmt werden, denn damit würde das typische Bänder- bzw. Schnürhaar zerstört. Die Haarspitzen sollten regelmäßig auseinandergezogen werden (Zotten), damit sich die Zotten bilden können.

Das zottelige Haar zieht den Dreck und den Staub magisch an. Natürlich sehr zum Verdruss jeder Hundehalter. Dennoch sollte der Puli nur in Ausnahmefällen gebadet werden und dann nur mit Wasser ohne Zusätze! Letztendlich reicht ein Abklopfen des Felles. Außerdem trocknet das Fell nur sehr langsam und besonders im Winter könnte sich der Puli leicht erkälten. Um den After herum darf das Fell gekürzt werden, damit werden unangenehme Situationen stark eingeschränkt ebenso evtl. damit einhergehende Gerüche.

Durch das zottelige und lange Haar kann die Sehkraft stark eingeschränkt sein. Daher empfiehlt es sich, die Haare um die Augenpartie herum zu einem Zopf zusammenzubinden oder evtl. zu kürzen. Die Kontrolle der Augen und der Ohren sind auch bei dieser Hunderasse wichtig, um frühzeitig Veränderungen oder Entzündungen festzustellen. Die Krallen sollten ebenfalls beobachtet werden, ggfs. sind diese zu kürzen (Krallenschneider). Haare verliert der Puli eher selten, da diese in den Zotten hängenbleiben. Allerdings könnte die eine oder andere Zotte mal abfallen, welche sich aber leicht aufheben lässt.


Puli:

  • Gewicht: 10 – 15 kg
  • Widerristhöhe: 38 – 43 cm
  • Herkunftsland: Ungarn
  • Lebenserwartung: 10 – 16 Jahre
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: normal
  • Besonderheiten: Kein Bürsten/Kämmen, ungeeignet für eine Stadtwohnung

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