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Rasseportrait Bullterrier


Der selbstbewusste Bullterrier benötigt einen erfahrenen Hundehalter, der ihn bei einer liebevollen und konsequenten Erziehung zum Familienliebling werden lässt.

Die Bullterrier wurden extra für die brutalen Hundekämpfe in Mittelengland, ca. Mitte des 19. Jahrhunderts, gezüchtet. Der Überlieferung zufolge begann die Zucht in Birmingham, welches aber nicht 100 Prozent belegt werden kann. Die Kämpfe waren sehr grausam. Gottseidank wurden die Kämpfe in den europäischen Ländern mehrheitlich verboten und mittlerweile werden die Bullterrier in den großen Zuchtverbänden meist als Familienhunde gezüchtet.

Charakteristisch für die Bullterrier ist der eselsförmige, abgeflachte Kopf der Hunde. Beim kynologischen Dachverband FCI (Fédération Cynologique Internatione) wird die Rasse in der Gruppe 3 „Terrier“ und darin in der Sektion 3 „Bullartige Terrier“ geführt. Die Vierbeiner sind sehr kräftig und muskulös. Es gibt sie, in den Farben Schwarz, Rot, Weiß, Rehbraun gestromt sowie tricolor zu erwerben. Das Fell besteht aus einem glatten und kurzen Haarkleid, welches im Winter vermehrt Unterwolle bildet.

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Der Kiefer besitzt eine kräftige Struktur, welches ein regelmäßiges Gebiss zeigt. Die Augen zeichnen sich in einer schrägsitzenden Form von dem eierförmigen Kopf in einem dunklen Schwarz ab. Die Ohren stehen sehr schmal und engstehend vom Kopf ab. Der Hals erscheint ähnlich dem Körper nämlich in einer muskulösen und stämmigen Form. Die starke Rute trägt der Bullterrier waagerecht.

Im Gegensatz zu den gängigen Meinungen sind die Bullterrier überhaupt nicht aggressiv oder bösartig. Für die Züchtung dieser Hunde wurde bereits seit vielen Jahren ein Wesenstest eingeführt. Im heutigen Zeitalter zählen diese Vierbeiner zu den Familienhunden, die mit etlichen Vorurteilen aus der Vergangenheit zu kämpfen haben. Die Bullys sind sehr nervenstark und können auf engstem Raum mit einer Familie zusammenleben. Dabei agieren sie auch als Wachhunde.

Für die offizielle Anerkennung der Hunderasse sorgte im Jahre 1850 der Tierhändler James Hinks. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galten die weißen Bullies als Aushängeschild/Statussymbol des englischen Adels. Damit die Tiere ein etwas eleganteres Auftreten bekamen, wurden Dalmatiner und Pointer eingekreuzt. Gegen Ende des 2. Weltkrieges züchtete man die Rasse in verschiedenen Farben und Größen.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Ein Bullterrier ist entgegen der öffentlichen Meinung kein aggressiver oder feinseliger Hund, wenn er vom Welpen-Alter an konsequent erzogen wird. Sie sind unerschrocken, mutig und sehr selbstbewusst. Die Hunde benötigen einen erfahrenen Hundehalter, der mit viel Liebe und Konsequenz auf den Vierbeiner eingehen kann. Die Hunde brauchen nämlich eine starke Persönlichkeit als Bezugsperson. Sie fügen sich problemlos in einen Familienverbund ein und zeigen sehr viel Geduld und Liebe im Umgang mit Kindern.

Sie eigenen sich als Wachhunde, obwohl sie sich Fremden gegenüber kaum misstrauisch zeigen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf eine entsprechende Sozialisierung gerichtet sein. Glückt diese, so wird sich der Umgang mit anderen Haustieren und Hunden problemlos gestalten. Ein Eigensinn wird den Bullterriern nachgesagt, welcher aber schnell umgestimmt werden kann.
Die Bullterrier zählen zu den gefährlichen Hunderassen und ihre Einfuhr nach Deutschland ist gänzlich verboten. Die Sichtung eines Bullterriers ruft daher bei vielen Mitmenschen ängstliche Reaktionen hervor und deren Freude ist dabei weithinten angestellt. Damit das Image dieser Hunde nicht verschlimmert wird, sollte sich um eine gute Erziehung bemüht werden.

Die Hunderasse ist laut Studien zufolge nämlich nicht gefährlicher oder aggressiver wie andere Hunderassen. Für die Haltung der Vierbeiner muss Geduld aufgebracht werden, da die Bullterrier mitunter sehr stur und eigenwillig sein können. Es handelt sich nicht um einen Anfängerhund, da er bei der kleinsten Unsicherheit versucht, die Führung zu übernehmen. Auf Härte reagiert er mit Sturheit. Die Vierbeiner lassen sich mit Liebe, Lob und Leckerlies gut erziehen. Der Besuch einer Hunde- bzw. Welpenschule ist für die Sozialisierung sehr wichtig.


Auslauf:

Ein Bullterrier benötigt sehr viel Auslauf, damit er ausgelastet ist. Die Hunde sind sehr verspielt und besitzen keinen angeborenen Jagdtrieb. Sie bleiben sehr gern in der Nähe ihres Halters und laufen nicht davon. Sie gehören zu den perfekten Begleithunden fürs Radfahren, Wandern, Reiten und Joggen. Falls der Vierbeiner unterfordert sein sollte, so nehmen sie sehr gern an Hundesportarten wie Agility teil. Die sportlichen Hunde lieben das Toben im Freien und reagieren weder bösartig noch aggressiv Fremden gegenüber bei einer konsequenten Erziehung.


Pflege:

Die Pflege eines Bullterriers ist sehr pflegeleicht und nicht aufwendig. Das kurze Fell muss nicht gebürstet, gekämmt oder gebadet werden. Schmutz lässt sich daher leicht aus dem Fell entfernen.

Die Bullies werden auch in reinweiß gezüchtet. Deswegen muss besonders auf eine genetisch bedingte Taubheit geachtet werden und vom Züchter ein spezieller Hörtest angefordert werden. Die Bullterrier neigen zu Übergewicht und Atemproblemen. Sie müssen ausreichend bewegt und auf eine gesunde Ernährung sollte geachtet werden. Atemprobleme rühren von ihrem charakteristischen „Downface“. Ist dieses sehr ausgeprägt, so muss auf Ausdauersport verzichtet werden.


Bullterrier:

  • Gewicht: 20 – 38 kg
  • Rückenlänge: 40 – 55 cm
  • Widerristhöhe: 53 – 56 cm
  • Herkunftsland: England
  • Lebenserwartung: 10 – 14 Jahre
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Besonderheiten: geringe Fellpflege, verspielt, kein Anfängerhund

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