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Rasseportrait Goldendoodle


Der liebenswürdige Goldendoodle liebt ausgiebige Spaziergänge bzw. sportliche Betätigungen jeglicher Art an der Seite seiner Bezugsperson.

Bei diesem Hund handelt es sich um einen sogenannten Hybridhund aus den Vereinigten Staaten, der aus Kreuzungen zwischen Golden Retriever und Groß- bzw. Zwergpudel entstanden ist. Der Name dieser „Hunderasse“ setzt sich aus Golden (Retriever) und „-oodle“ (poodle – englicher Betriff für Pudel) zusammen. Es handelt sich hier um keine anerkannte Hunderasse vom FCI oder einer anderen kryptischen Organisation. Die Goldendoodle werden erst seit ca. 1990 in Nordamerika gezüchtet.

Das Ziel dieser Zucht (Hunderasse) war es, einen allergiefreundlichen Hund Begleithund zu züchten, der für Menschen mit einer Tierhaarallergie besser verträglich ist. Mittlerweile werden diese Vierbeiner in Australien und Europa hybridisiert. Allerdings haben Untersuchungen ergeben, dass sich die Allergenmenge im Fell dieses Hundes nicht großartig von anderen Hunden unterscheidet. Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es keinenhypoallergenen Hund. Es existieren nur Hunde, die weniger allergieauslösenden Speichel besitzen – wie der Goldendoodle.

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Die Goldendoodle werden auf verschiedene Arten gezüchtet, die unter den Bezeichnungen F1, F1B und F2B aufgeführt sind. Das Ergebnis einer Kreuzung von einem Golden Retriever und einem Pudel bezeichnet man als einen F1-Hund. Ein F1B-Hund ist das Resultat einer Kreuzung eines F1-Hund mit einem Golden Retriever oder eines Pudels und ein F2B-Hund ist eine Kreuzung zwischen zwei F1B-Hunden.

Die Vierbeiner sind meist mittelgroß und sie besitzen entweder das glatte Fell eines Golden Retriever oder das gelockte Fell eines Pudels. Meist darf aber davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Beschaffenheit des Felles eines Goldendoodle-Welpen eher um zufällige Mischungen handelt. Gleiches gilt für die Farbgebung. Die Bandbreite der Variationen reicht von creme bis schwarz und selbst gescheckt in allen Varianten sind möglich.

Warum wurde der Golden Retriever und der Pudel gekreuzt? Das war möglich, da sie ähnliche Veranlagungen und viele Gemeinsamkeiten in ihrem Wesen besitzen. Es handelt sich bei dem Golden Retriever um einen Jagdhund, der bekannt fürs Apportieren und seiner Wasserarbeit ist. Die Pudel haben seit jeher für ihre Besitzer am und im Wasser gearbeitet. Warum hat also 1980 der Australier, Wally Conrons – Zuchtleiter der Royal Guide Dog Association, diese Hunde gekreuzt?

Er wollte Therapiehunde züchten, die auch für Allergiker geeignet sind. Golden Retriever eignen sich nämlich hervorragend als Assistenzhunde und Pudel gelten als allergikerfreundlich. So kam der Australier auf die Idee die beiden Hunderassen miteinander zu kreuzen. Zu Beginn fehlte gänzlich das Interesse an seinem Mischling. Als er diesen dann aber Labradoodle benannte und ihn medienwirksam in den Mittelpunkt hob, stieg der Bekanntheitsgrad in den USA ins Unermessliche.

Gerade in den USA wurden nun diese „Mischlinge“ als „Designer-Dogs“ gezüchtet. Dort gab es Datenbanken, wo sich die Leute unter verschiedenen Ausgangshunderassen ihren Mischling selbst designten und ihn online bestellen konnten. So boomte also das Online-Geschäft mit den Designer-Dogs. Wall Conron bereute seine Idee und war schockiert über diese skrupellosen Profitmacher, die ohne Rücksicht auf die Gesundheit der neuen Vierbeiner immer neue Designerhündchen kreierten.

Hier einige Beispiele:



Aber wie vertragen sich die angeborenen Eigenschaften z.B. einer Englischen Bulldogge (Kampfkraft) mit dem Hüteverhalten eines Border Collies? Die Züchter dieser Kreuzungen betonen immer, dass nur die positiven Eigenschaften vererbt werden? Allerdings dient diese Aussage nur Marketingzwecken und steht fernab jeder Realität. Die Wahrscheinlichkeit die negativen Eigenschaften zu vererben stehen in der gleichen Relation wie die positiven.

Dem Goldendoodle lässt sich nicht einmal die Struktur seines Felles voraussagen. Allerdings sind die biologischen Ergebnisse dieser Kreuzungen gesichert und diese nennt man Heterosis. Heterosis bedeutet Veränderung, Abweichung von der Norm. Der Heterosiseffekt besagt, dass die Nachkommengeneration (F1) die maximalste Ertragsleistung bzw. bessere Vitalität aufzuweisen hat. Das bedeutet, dass die Ausgangsrassen vom Körperbau und vom Wesen sehr gut zusammenpassen müssen und eine Reinrassigkeit vorliegen muss. Aber sollten wirklich den bereits bestehenden 360 Hunderassen noch weitere hinzugefügt werden? Vom FCI und anderen kryptischen Hundeverbänden werden die Designer-Dogs nicht anerkannt.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Die Beschreibung des Charakters oder gar das Wesen eines Goldendoodlegestaltet sich als eher schwierig, da es sich nicht um eine etablierte Hunderasse handelt. Die Streuung ist daher sehr groß. Es handelt sich im Allgemeinen um Familienhunde, die sehr bewegungsfreudig, intelligent und durchaus kinderlieb sind.

Die Gooldendoodle stammen von Jagdhunden ab, die auf Wasserjagd spezialisiert waren. Ebenso kamen die Ahnen als Arbeitshunde zum Einsatz. Daher benötigt ein Goldendoodle eine ausreichend geistige Beschäftigung. Wird ihm diese zuteil, so wird er zu einem guten Familienhund. Ein erfahrener Hundehalter wäre zur Haltung empfehlenswert.
Der Goldendoodle zählt zu den Designer-Dogs und damit lässt sich das Wesen einer F2-x-Generation nicht zuverlässig voraussagen. Es gibt mittlerweile mehr wie 360 anerkannte Hunderassen und der Goldendoodle gehört als Designer-Dog (noch) nicht dazu.


Auslauf:

Die Hunde möchten ausreichend bewegt und geistig beschäftigt werden. Die Haltung in der Stadt ist daher durchaus möglich. Allerdings sollten ausgiebige Spaziergänge täglich absolviert werden. Eine Zwingerhaltung für den Goldendoodle ist abzulehnen, da die Hunde viel Liebe und Aufmerksamkeit benötigen. Ein Familienanschluss wäre absolut wünschenswert.

Die Vierbeiner eignen sich nicht für gemütliche Hundehalter, da sie viel sportliche Bewegung brauchen. Folgende Hundesportarten lieben diese Hunde: Agility, Dummyarbeit jeglicher Art, Dogdancing usw. Die energiegeladenen Vierbeiner müssen bereits im Welpenalter gut sozialisiert werden, damit sie mit Kindern oder anderen Haustieren harmonieren. Die Hunde sind als Therapie– und Besuchshunde einsetzbar.


Pflege:

Ein Goldendoodle benötigt eine dauerhafte Fellpflege. Dazu gehört ein regelmäßiges Trimmen ebenso wie das Bürsten, denn die Lockenpracht seines Felles rührt von seiner Abstammung nämlich vom Pudel her. Der Besuch eines Hundefrisörs ist daher alle zwei Monate unumgänglich. Das Fell neigt zu Verfilzungen, daher sollte es stets im Auge behalten werden. Vorsorgeuntersuchungen, Krallenpflege und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt sollten zur Pflegeroutine gehören.


Goldendoodle:

  • Gewicht: 20,5 – 41 kg / 11 – 20 kg (Miniatur)
  • Rückenlänge: 45 – 70 / 25 – 50 (Miniatur)
  • Widerristhöhe: 50 – 73 cm /33 – 53 cm (Miniatur)
  • Herkunftsland: Vereinigte Staaten
  • Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: normal
  • Besonderheiten: Allergikerfreundlich,regelmäßiges Trimmen des Felles

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