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Alaskan Malamute

Rasseportrait Alaskan Malamute


Der vor krafttrotzende Alaskan Malamute liebt kühle Temperaturen und braucht vor allem sportliche Betätigungen, wo er seine überschüssige Energie/Kraft los wird.

Der Alaskan Malamute wird als die Lokomotive des Nordens bezeichnet. Der Name steht für seine nordischen Wurzeln. Die Rasse trägt ihren Namen in Gedenken an ihre ursprünglichen Züchter – der Mahlemut Inuit. Dabei handelte es sich um ein nomadisches Eskimovolk aus dem Nordwesten Alaskas. Diese benötigten einen starken und zuverlässigen Schlittenhund, den sie dann durch eine gezielte Auswahl schufen – nämlich den Alaskan Malamute. Zu dessen Vorfahren zählen die nordischen Spitztypen und noch folgende Schlittenhunde-Rassen:

Die Malamute wurden nicht nur als Schlittenhund eingesetzt, sondern er leistete ihren Besitzern als Wach- und Jagdhund sowie beim Fischen eine große Hilfe. Tatsächlich existieren diese Hunde bereits seit Jahrhunderten, aber sie wurden erst seit 1926 gezielt gezüchtet. Im Jahre 1935 erkannte der AKC (American Kennel Club) die Rasse offiziell an und der Rassestandard wurde formuliert bzw. festgelegt. Im gleichen Jahr fand die Gründung des Alaskan Malamute Club of America (AMCA) statt.

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Die Alaskan Malamute begleiteten einige Polarexpeditionen ins ewige Eis und dadurch erlangten sie einen gewissen Bekanntheitsgrad. Heute nehmen sie an Schlittenhunderennen teil und zeichnen sich nicht unbedingt durch Schnelligkeit aus, sondern vielmehr beeindrucken sie durch hohe Ausdauer und Kraft. Die Hunde schmücken das Wappen von Kanadas Territorium Yukon.

Der Malamute half seit tausenden von Jahren die Habe der Menschen auf dem Schlitten zu befördern und sie galten als wichtige Helfer im kalten Norden. Im Laufe der Zeit wurden aus den Arbeitshunden eher Freizeithunde. Allerdings sind mit dem Malamute ganz eng der Schlittenhundesport verbunden. Daher gehört ein Hund dieser Rasse nur in die Hände eines aktiven Menschen, der den hohen Bewegungsdrang mit seinem Vierbeiner ausleben vermag.

Der Alaskan ist der kräftigste und größte unter den Schlittenhunden. Zu dem kräftigen Körperbau mit einer tiefen Brust und starken Schultern, letztere benötigt er zum Ziehen von Lasten, gehören seine kleinen und dreieckigen Ohren. Die Augen des Alaskan sind mandelförmig und braun. Die Rute trägt er aufrecht nach oben gebogen über seinem Rücken. Die Vierbeiner gibt es in den Fellfarben von Hellgrau bis Schwarz mit weißen Abzeichen versehen.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Der Alaskan Malamute gehört nicht zu den besten Wachhunden, da er Fremden gegenüber eher freundlich auftritt. Der aufgeschlossene Vierbeiner kann mitunter sehr stur und dickköpfig sein, so dass er eher einen erfahrenen Hundehalter braucht. Die Vierbeiner neigen nämlich zu einem übertriebenen Selbstbewusstsein, so dass man sie nur durch liebevolle Konsequenz und klaren Regeln erziehen kann. Gelingt dir das gut, so erhältst du einen treuen Freund fürs Leben, der dich vor allem und jedem beschützen wird.

Neben seiner Dickköpfigkeit ist der Malamute ein sehr freundlicher, liebesbedürftiger und verspielter Hund, der sich mit Kindern meist gut versteht. Bei dieser Rasse handelt es sich um die stärkste Rasse der Schlittenhunde, die einzig allein aufgrund ihrer Kraft gezüchtet werden. Ihr wetterfestes Fell gewährt den Vierbeinern einen Schutz vor Wind und Wetter.

Allerdings ist Hitze (bereits ab 15 Grad) für den Alaskan nicht gut verträglich, da diese von dem doppelten Haarkleid schlecht absorbiert werden kann. Ein kühles Plätzchen und ausreichend Wasser sollte daher im Sommer immer für ihn bereitstehen. Ein Sprung ins kalte Nass stellt für den Alaskan auch eine willkommene Abkühlung dar, aber die Hunde sind nicht für Länder mit höheren Temperaturen geeignet. Im Gegenteil wäre es doch eine einzige Quälerei für die Schlittenhunde.

Bevor Du Dich für einen Alaskan Malamute entscheidest, beziehe bitte den Aufwand und die Kosten für die Haltung in deine Überlegungen mit ein. Die Realität sieht nämlich dermaßen aus, dass die Hunde enorm viel Zeit in Anspruch nehmen. Sie benötigen jeden Tag ausgiebige Ausflüge in die Natur und mit einem Spaziergang wird man dem Energielevel dieser Hunderasse nicht gerecht. Hundesport in Form von Zug- oder Schlittenhunderennen ist fast ein Muss. Die dafür benötigte Ausrüstung und das hochwertige Hundefutter, die Hundesteuer, eine entsprechende Haftpflichtversicherung und Tierarztbesuche lassen den Geldbeutel im Zwiebelleder erstrahlen. Letzteres bedeutet, wenn man nämlich reinschaut, dann muss man weinen.

Vom Welpen-Alter an bedarf es einer konsequenten aber liebevollen Erziehung, damit die Rangordnung nicht in Frage gestellt wird. Der Alaskan Malamute benötigt klare, verlässliche Regeln und einen erfahrenen Hundehalter. Dieser sollte vor allem viel Geduld mitbringen. Die Vierbeiner neigen zu einem Dominanzverhalten und werden immer versuchen dem zweibeinigen Leittier (Hundehalter), den Rang streitig zu machen. Achtung: Nur ein körperlich ausgelasteter Alaskan Malamute kann auch ein wohlerzogener Hund werden.


Auslauf:

Zu allererst muss darauf hingewiesen werden, dass der Alaskan Malamute keine Hitze verträgt. Daher sollten Anstrengungen jeglicher Art bereits bei einer Temperatur ab 15 Grad vermieden werden. Im Sommer benötigt der Malamute daher ein kühles Plätzchen.

Die Vierbeiner sind es gewohnt, als Zugtiere zu arbeiten. Daher sollten sie entsprechend ihren Anlagen auch die Möglichkeit erhalten, als Zug- oder Arbeitstiere eingesetzt zu werden. Dabei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern vielmehr darum, dass sie überschüssige Kraft/Energie loswerden. Ein beliebter Freizeitsport sind die sogenannten Weight Pullings. Dort zieht der Hund einen mit an seinem Körpergewicht angepassten Wagen. Die Gewichte lassen sich entsprechend der vorhandenen Kraft steigern. Trainieren dürfen die Vierbeiner erst ab einem Alter von mindestens 15 Monaten.

Der Alaskan Malamute liebt lange Wanderungen. Allerdings lässt die Leinenführigkeit aufgrund seines angeborenen Jagdtriebes etwas „zu wünschen übrig“. Die Vierbeiner neigen zu einem Dominanzverhalten, daher sind sie nicht für eine Schutzhundeausbildung geeignet. Der Malamute gehört nicht in eine Stadtwohnung bzw. überhaupt nicht in die Stadt. Vielmehr benötigen sie sehr viel Platz und Freiraum in der Natur. Die Vierbeiner lassen sich gut im Freien halten, aber nur zusammen mit anderen Artgenossen und menschlichem Kontakt. Der Zeitaufwand, um einen Hund dieser Rasse zu halten, darf nicht unterschätzt werden.


Pflege:

Von Pflegeleicht kann bei dieser Rasse nicht gesprochen werden, da sie sehr stark Haaren. Ein tägliches Bürsten oder Kämmen erscheint in Anbetracht dieser Tatsache sinnvoll, um die Flut von herumfliegenden Haaren einzudämmen. Gerade zur Zeit des zweimaligen Fellwechsels verliert der Malamute teilweise seine Unterwolle in Fellbüschel. Wird das Fell bei einem ausgiebigen Spaziergang sehr schmutzig, so kann dies leicht ausgebürstet werden. Nur bei einem absoluten Notfall darf der Hund gebadet werden und dann nur mit einem entsprechenden milden Hundeshampoo, um den Schutzfilm der Haut nicht zu zerstören.

Außerdem sollten regelmäßig die Ohren, Augen und Krallen kontrolliert werden, um frühzeitig evtl. Veränderungen oder Erkrankungen feststellen zu können. Für die Ohren können beim Fachhandel spezielle Ohrreiniger für Hunde erworben werden. Damit die Anwendung nicht zu Verletzungen führt, bitte vorher beim Tierarzt zeigen lassen, wie man diese fachgerecht benutzt. Für die Pflege der Zähne dürfen speziellen Zahnbürsten oder Zahn-Pastas für Hunde verwendet werden. Damit sich die Hunde damit arrangieren können, müssen entsprechende Pflegerituale bereits vom Welpen-Alter an eingeführt werden.


Alaskan Malamute:

  • Gewicht: 34 – 43kg
  • Widerristhöhe: 56 – 66 cm
  • Herkunftsland: Vereinigte Staaten
  • Lebenserwartung: 12 – 14 Jahre
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Besonderheiten: haart viel, verträgt keine Hitze (ab 15 Grad), viel Bewegung

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