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Rasseportrait Bobtail


Der temperamentvolle Bobtail bedarf einer liebevollen und konsequenten Erziehung, um mit seiner bisweilen dickköpfigen Art umgehen zu können.

Der Bobtail gehört der altenglischen Rasse der Schäferhunde an und der Name „Old English Sheepdog“ gilt auch offiziell als seine Bezeichnung. Als Ursprungsland dieser Rasse wird Großbritannien geführt. Als Vorfahren gelten europäische und vermutlich englische Schäferhunderasse. Außerdem wurden russische und ungarische Hirtenhunderassen während der Dauer des Hundertjährigen Krieges eingekreuzt. Diese bewachten früher als Herdenschutzhund Haus und Hof und heute außerordentlich gut seine Familie.

Heute zählt der Bobtail wegen seines herausragenden Haarkleides zu den beliebten Ausstellungs- und Zuchthunden des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1888 wurde der Bobtail offiziell als Rasse in Großbritannien vom FCI anerkannt. Er zählt dort zur Gruppe 1 „Hütehunde und Treibhunde“ zur Sektion 1 „Schäferhunde.“ Es handelt sich um einen kräftigen Hund mit einem muskulösen Körperbau, der durch sein üppiges Haarkleid besticht. Dieses ist wetterabweisend, sehr hart und bedeckt den ganzen Körper. Gezüchtet wird die Rasse in den Farben Grau, Blau mit unterschiedlichen Schattierungen und Grizzle. Der Kopf, Hals, Unterbauch und Vorderläufe sollten Weiß sein.

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Das ursprünglich mittellange Fell schützte die Vierbeiner vor Wind und Wetter bei ihrer Arbeit als Hirtenhund. Bis weilen wehrte das lange Fell auch Wolfsbisse ab. Mittlerweile neigt das Zuchtverhalten zu Übertreibungen. Oftmals sieht man den eigentlichen Hund vor lauter Haaren nicht mehr. Daher sollten diese hochgesteckt bzw. zusammengebunden werden, damit die Vierbeiner überhaupt noch ihre Umwelt wahrnehmen können. Sogar der Standard sagt; “Das alle Übertreibungen, die negativen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen, haben, ausdrücklich als Fehler abgelehnt werden sollte.

„Das Bellen eines Bobtails erinnert an die Töne eines zerbrochenen Kruges“, so schrieb im Jahre 1895 der Comte de Bylandt. Der Kopf wirkt quadratisch ebenso wie sein Fang. Die Augen sind dunkel, aber auch Glasaugen oder Wall-Eyes (ein blaues und ein dunkles Auge) sind möglich. Dem Standard zur Folge dürfen es auch zwei blaue Augen sein. Die Ohren liegen an den Seiten an und sind klein.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Der Bobtail ist ein sehr selbstbewusster und eigensinniger Hund, daher sollte der Hundebesitzer Erfahrung im Umgang mit Hunden besitzen. Eine konsequente und liebevolle Erziehung erreichen hier mehr als unnötige Härte, die er aufgrund seiner Sensibilität nicht gut verträgt. Die Vierbeiner sind sehr Temperamentvoll, Fröhlich, Intelligent und benötigen den Kontakt zu ihrer Familie. Sehr wachsam beäugen Sie ihr Heim und schlagen sofort an, was aber nicht bedeutet, dass sie aggressiv sind.

Der Bobtail sieht sehr massig und behäbig aus, was aber nicht den sportlichen Charakter des Hundes trifft. Die Hunde möchten jeden Tag ausgiebig bewegt werden. Aufgrund seiner Ausdauer ist er auch der perfekte Sportskamerad für bewegungsfreudige Hundehalter. Dennoch schätzt er die Bequemlichkeiten eines wundervollen Heimes. Als angeborener Herdenhund hält er seine Familie immer im Auge und seine Familienmitglieder zusammen. Im Ernstfall verteidigt der Bobtail seine Familie.

Der Bobtail dient heute eher als Begleithund und nicht mehr als Hütehund. Die Vierbeiner besitzen einen angeborenen Spieltrieb und das bis ins hohe Alter. Einfühlsam und sensibel sollten Halter auf die Stur- und Dickköpfigkeit eingehen. Man erreicht durch liebevolle Konsequenz mehr als durch überzogene Strenge. Eine fachmännische Erziehung verbunden mit dem Besuch einer Hundeschule sind hier sinnvoll.

Aufgrund seiner unbändigen Bewegungsfreude müssen die Hunde ausreichend ausgepowert werden, damit sie sich nicht allzu viel Unsinn aus Langeweile einfallen lassen. Die Vierbeiner können ohne Bedenken in den Urlaub oder auf Reisen mitgeführt werden, da sie sich gut zu benehmen wissen. Sie haaren sehr viel und die Temperatur am Urlaubsort darf nicht zu heiß sein.


Auslauf:

Der Bobtail zählt zu den Hütehunden, wird aber kaum noch dafür eingesetzt. Was bedeutet, dass die Vierbeiner sehr viel Bewegung nötig haben und sie sich nicht als reine Stadthunde eignen. Sie lieben ausgiebige Spaziergänge in Begleitung ihres hundeerfahrenen Halters. Bobtails eignen sich für viele Aktivitäten u.a. als Begleiter fürs Joggen, Wandern, Radfahren und Reiten.


Pflege:

Ein Bobtail benötigt aufgrund seiner unbändigen Löwenmähne intensive Fellpflege. Das Fell sollte mehrmals die Woche gründlich gebürstet und bei Bedarf auch gebadet werden. Das dichte Unterfell bekommt man mit einem Kamm nicht in den Griff. Vielmehr sollten spezielle Bürsten bzw. sogar Striegel mit größerem Zinkenabstand verwendet werden, da alles andere eine Quälerei für die Hunde darstellt. Das Verwenden von Haarklammern oder Gummis erleichtert dem Bobtail seine Sicht und darf daher gern benutzt werden. Selbst das Scheren stellt für den Vierbeiner eine Erleichterung dar vor allem im Sommer.


Bobtail:

  • Gewicht: 27 – 45 kg
  • Rückenlänge: 60 – 70 cm
  • Widerristhöhe: 56 – 62 cm
  • Herkunftsland: England
  • Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Besonderheiten: viel Bewegung, Hundehalter mit Erfahrung nötig

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