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Chinook

Rasseportrait Chinook


Der kinderliebe Chinook gehört nicht in einen Zwinger, sondern benötigt einen Familienanschluss.

Der Chinook wurde in den Anfängen des 19. Jahrhunderts von einem Arthur Traedwell Walden auf dessen Farm durch die Kreuzung eines Mastiff-Hundetypen, eines Greenland Husky, eines belgischen sowie deutschen Schäferhundes erschaffen. Der daraus resultierende Chinook wurde für den Einsatz als Schlitten- bzw. Zeichenhundes gezüchtet. Die Vierbeiner genießen ausgiebige Wanderungen, dienen als Begleitung fürs Joggen und Wandern und lieben Skijöring. Gerade das robuste und dicke Fell bietet ein Allwetterschutz und benötigt wenig Pflege.

Die Rasse wurde nach einem von Arthur Traedwell Waldens Hunden – Chinook benannt. Dieser war früher ein führender Schlittenhund, der für die erste Expedition von Admiral Richard Byrd dessen Fracht durch die Antarktis beförderte. Die Vierbeiner besitzen eine unbändige Kraft für den Transport der Güter und sind mit einer unfassbaren Geschwindigkeit ausgestattet. Letzteres liegt an dem athletischen Körperbau, der weniger groß dafür etwas länger ist.

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Perry Greene und sein Chinook-Team stellten im Jahre 1941 einen Rekord als längste Schlittenhundetour in den USA auf. Dabei legten sie in 90 Stunden eine 805 Kilometer lange Tour zurück. Im Jahre 1981 gab es nur 28 Chonooks, wobei nur 11 Exemplare für die Zucht verwendet wurden. 1965 wurde der Chinook in das Guinness Buch der Rekorde als der seltenste Hund aufgenommen. Es wurden nur insgesamt 125 Exemplare gezählt. Mittlerweile kämpfen mehrere Züchter um den Erhalt dieser Rasse. Die UKC hat die Rasse im Jahre 1991 anerkannt. Im Jahre 2009 wurde der Chinook zum Staatshund von New Hampshire ernannt.


Wesensbeschreibung/Charakter:

Chinooken werden zu den Schlittenhunden gezählt. Sie wurden explizit dafür gezüchtet und sind bekannt für ihre Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Mit folgenden Eigenschaften kann man die Vierbeiner beschreiben:

  • Liebevoll
  • Sanftmütig
  • Fügsam
  • Ruhig
  • Kinderlieb
  • Verträglich mit anderen Tieren
  • Bewegungsfreudig usw.



Einige der männlichen Exemplare werden sich allerdings bei anderen männlichen Vierbeinern versuchen durchzusetzen. Der Chinook ist sehr gut verträglich mit Kindern, Artgenossen und anderen Haustieren. Trotzdem sollten kleinere Kinder nicht unbeobachtet beim Spielen mit Hunden gelassen werden. Fremden gegenüber benehmen sie sich sehr zurückhaltend und schüchtern. Sie gehören nicht zu den bellfreudigen Vierbeinern, können aber durchs Bellen oder Jammern ihren Gefühlen Luft verschaffen. Da der Chinook ein sehr menschenbezogener Hund ist, benötigt er eine enge Familienanbindung.

Zu seinem Charakter gehören seine Ängstlichkeit und Schüchternheit, die er nur durch eine gute Sozialisierung ablegen kann. Hat er diese einmal überwunden, wird er sein Herz und sein Vertrauen in seine Familie stecken. Bisweilen kann er ein Territorialverhalten an den Tag legen, neigt aber nicht zur Aggressivität. Bei einer körperlichen und geistige Auslastung wird er jeden Kuschelmoment mit seinem Halter genießen.

Die Vierbeiner sind nicht für eine Zwingerhaltung geeignet. Sie möchten ein Teil ihrer zweibeinigen Familie sein und dazu gehört auch die Nestwärme ihres Zuhauses. Für die Haltung wäre am Besten ein Haus mit einem großen Garten geeignet. Allerdings sollte auf eine gute Einzäunung geachtet werden, da die Chinooks gern Graben. Die Erziehung sollte bereits ab dem Welpen-Alter beginnen. Ein erfahrener Hundehalter wäre aufgrund folgender Eigenschaften von Vorteil:

  • Stur
  • Willensstark
  • Intelligent
  • Territorialverhalten.



Die Erziehung wird nicht in einer bestimmten Zeit abgeschlossen sein, sondern diese muss durch ein konsequentes Verhalten und mit bestimmten Regeln das ganze Leben eingehalten werden. Der Besuch einer Hundeschule ist daher unumgänglich. Die Chinooks erreichen teilweise erst ihre volle Leistungsfähigkeit im Alter von 4 Jahren.


Auslauf:

Aufgrund seiner Anlagen als Arbeitshund gehört der Chinook zu den Hunden, die eine ausreichende geistige als auch körperliche Beschäftigung brauchen. Die Vierbeiner benötigen daher einen sportlichen Hundehalter. Gerade Senioren sollten sich kritisch hinterfragen, ob sie sich noch so fit fühlen, dass sie am Tag mehrere Stunden Gassi mit dem Chinook gehen können. Eine Runde um das Haus ist nicht geeignet, um die großen Hunde auszulasten. Die Chinook gehören aufgrund ihrer Größe auch nicht in eine Stadtwohnung. Vielmehr eignet sich ein Haus mit großen Garten, wo sie sich ausreichend bewegen bzw. austoben können.

Damit die Vierbeiner gut ausgelastet sind, sollten ihnen zusätzlich spannende Aktivitäten geboten werden. Dazu gehörten folgende Hundesportarten, die natürlich nur als Beispiel dienen sollen:

Zusätzlich eignet sich der Chinook hervorragend als Begleitung fürs Joggen, Wandern, Reiten und Radfahren.


Pflege:

Die Vierbeiner besitzen ein dichtes Fell mit einer flauschigen Unterwolle. Die Fellpflege gestaltet sich daher nicht sehr aufwendig. Das Fell sollte einmal pro Woche gebürstet bzw. gekämmt werden. Während des zweimaligen Fellwechsels im Jahr darf täglich gekämmt werden. Dadurch lässt sich die Flut der herumfliegenden Haare drastisch einschränken.

Es handelt sich um eine robuste Hunderasse, die kaum an Erbkrankheiten leiden. Vorausgesetzt die Vierbeiner wurden bei einem seriösen Züchter erworben. Nachdem es sich allerdings um eine große Hunderasse handelt, könnten größenbedingt folgende Krankheiten vorkommen:

  • Hüftdysplasie
  • Augenkrankheiten
  • Darm-, Magen-, und Hautkrankheiten.

Chinook:

  • Gewicht: 26 – 33 kg
  • Widerristhöhe: 53 – 69 cm
  • Herkunftsland: Vereinigte Staaten
  • Lebenserwartung: 10 – 12 Jahre
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: normal
  • Besonderheiten: Haltung nicht in einer Stadtwohnung, geringe Fellpflege

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